Schulisches Wohlbefinden

Viele Berliner Schulen setzen sich kontinuierlich mit der Frage auseinander, wie sie ein lernförderliches, wertschätzendes und gesundes Arbeits- und Lernumfeld für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft gestalten können. Die Qualität schulischer Beziehungen, die Gestaltung der Arbeitsbedingungen sowie die Wahrnehmung von Unterstützung und Zusammenarbeit spielen dabei eine zentrale Rolle für das Wohlbefinden und die erfolgreiche Gestaltung des Schulalltags.

Das Modul SEP-SCHULE „Schulisches Wohlbefinden“ bietet einen Fragebogen mit verschiedenen Bausteinen, um zentrale Aspekte des schulischen Miteinanders aus unterschiedlichen Perspektiven zu erfassen. Im Mittelpunkt stehen die Wahrnehmung der Schulkultur, die Qualität sozialer Beziehungen, die Arbeitsbedingungen des pädagogischen Personals sowie Erfahrungen von Unterstützung, Selbstwirksamkeit und Kooperation im Schulalltag. Die Ergebnisse ermöglichen es, unterschiedliche Wahrnehmungen innerhalb der Schulgemeinschaft zu erkennen, Stärken und Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen und so Ansatzpunkte für die weitere Schulentwicklung zu identifizieren.

Überblick über alle Bausteine und potentielle Befragungsgruppen:

Bausteine L PP S E KP
Positive Einstellung der Schüler*innen zur Schule
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Wahrgenommene soziale Integration der Schüler*innen
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Respektvoller Umgangston
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Wohlfühlgefühl des Kollegiums an der Schule und in den Räumlichkeiten
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Erlebte Selbstwirksamkeit
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Unterstützung in Konfliktsituationen
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Hier finden Sie die Ansichtsexemplare der Bausteine für die einzelnen Befragungsgruppen: 

Vorschau für Lehrkräfte

Vorschau für Weiteres Pädagogisches Personal

Vorschau für Schüler*innen

Vorschau für Eltern

Vorschau für Kooperationspartner

Beschreibung der Modulinhalte:

Zu 1: Positive Einstellung der Schüler*innen zur Schule

Der Baustein erfasst, inwiefern die Schüler*innen ihre Schule positiv wahrnehmen. Im Mittelpunkt stehen eine positive Erwartungshaltung gegenüber dem Schulbesuch, ihre emotionale Verbundenheit mit der Schule sowie ihr subjektives Wohlbefinden in der Schule. Darüber hinaus wird erfasst, ob die Schüler*innen ihre Schulzeit als sinnvoll genutzt erleben, die schulische Umgebung als ansprechend und einladend wahrnehmen und die Schule als einen Ort erfahren, an dem sie viel lernen. Die Aussagen geben Aufschluss darüber, inwieweit die Schüler*innen die Schule als einen positiven Lern- und Lebensraum wahrnehmen, an dem sie sich wohlfühlen, gerne aufhalten und erfolgreich lernen.

Zu 2: Wahrgenommene soziale Integration der Schüler*innen

Der Baustein erfasst, inwieweit die Schule als ein Ort erlebt wird, an dem soziale Zugehörigkeit, gegenseitige Akzeptanz und Gemeinschaft gefördert werden. Dabei wird erfasst, ob Schüler*innen unkompliziert Kontakte knüpfen und Freundschaften aufbauen können, individuelle Unterschiede respektiert werden und die Bereitschaft besteht, kooperativ zu lernen und zusammenzuarbeiten. Die Aussagen geben Aufschluss darüber, inwieweit die Schüler*innen die soziale Gemeinschaft an ihrer Schule als offen, akzeptierend und kooperativ wahrnehmen.

Zu 3: Respektvoller Umgangston

Der Baustein erfasst, inwiefern die Schule als ein Ort wahrgenommen wird, an dem sich Menschen freundlich, respektvoll und wertschätzend begegnen. Im Mittelpunkt steht der Umgang zwischen den verschiedenen Mitgliedern der Schulgemeinschaft: unter Kolleg*innen, zwischen Schüler*innen sowie zwischen Schüler*innen und schulischem Personal (z. B. Lehrkräfte, Sozialarbeiter*innen, Verwaltungsangestellte oder Hausmeister*innen). Die Aussagen geben Aufschluss darüber, inwieweit die Schulkultur von einem freundlichen, wertschätzenden und respektvollen Miteinander geprägt ist.

Zu 4: Wohlfühlgefühl des Kollegiums an der Schule und in den Räumlichkeiten

Der Baustein erfasst, wie das pädagogische Personal die räumlichen und materiellen Arbeitsbedingungen an der Schule wahrnimmt und inwieweit diese die tägliche Arbeit sowie das persönliche Wohlbefinden unterstützen. Im Mittelpunkt stehen die Aufenthalts- und Arbeitsqualität des Lehrerzimmers, die Verfügbarkeit geeigneter Ruhe- und Rückzugsräume sowie die allgemeine Qualität der räumlichen und materiellen Ausstattung. Darüber hinaus wird erfasst, inwieweit die vorhandenen Rahmenbedingungen die pädagogische Arbeit unterstützen und als motivierend erlebt werden. Die Aussagen geben Aufschluss darüber, inwieweit die schulischen Rahmenbedingungen eine angenehme, unterstützende und motivierende Arbeitsumgebung schaffen.

Zu 5: Erlebte Selbstwirksamkeit

Der Baustein erfasst, wie das pädagogische Personal die eigene pädagogische Tätigkeit erlebt und bewertet. Im Mittelpunkt stehen die Wahrnehmung von Handlungsspielräumen und Autonomie bei der Planung und Durchführung der täglichen Aufgaben, die wahrgenommene Wirksamkeit der eigenen Arbeit, die Einschätzung der eigenen pädagogischen Kompetenz sowie die Frage, ob die Gestaltung persönlicher Beziehungen zu den Schüler*innen gelingt. Darüber hinaus wird erfasst, inwieweit pädagogisch tätige Personen über geeignete Handlungsmöglichkeiten verfügen, um die Anforderungen des Berufsalltags erfolgreich zu bewältigen und mit emotional belastenden oder schwierigen Situationen professionell umzugehen. Die Aussagen geben Aufschluss darüber, inwieweit das pädagogische Personal seine Arbeit als selbstwirksam, kompetent und gestaltbar erlebt und sich den pädagogischen sowie emotionalen Anforderungen des Berufsalltags gewachsen fühlt.

Zu 6: Unterstützung in Konfliktsituationen

Der Baustein erfasst, wie das pädagogische Personal die Unterstützung und den Umgang mit Konflikten im schulischen Umfeld wahrnimmt. Im Mittelpunkt stehen das Vertrauen in die (erweiterte) Schulleitung sowie die Wahrnehmung von Fairness und Verfahrensgerechtigkeit in Konfliktsituationen. Darüber hinaus wird betrachtet, inwieweit die (erweiterte) Schulleitung in Konfliktsituationen als unterstützend, lösungsorientiert und ausgewogen handelnd erlebt wird. Zudem wird erfasst, inwieweit Erziehungsberechtigte als konstruktive Partner bei der Bewältigung von Konflikten mit Schüler*innen wahrgenommen werden. Die Aussagen geben Aufschluss darüber, inwieweit das pädagogische Personal die Schule in Konfliktsituationen als ein von Vertrauen, Fairness, Unterstützung und Kooperation geprägtes Umfeld erlebt.